Dienstag, 22. Oktober 2013

Online-Berufungskurs: Berufung umsetzen 1

Das ist der siebzehnte Teil des kostenlosen Online-Berufungskurses.
Es gibt viele Übungen, die Dir helfen werden, Deinen Lebensweg zu entdecken!
Solltest Du neu in diesen Kurs einsteigen, starte bitte mit dem ersten Teil des Kurses:
Entdecke den eigenen Lebensweg!

Die weiteren Übungen findest Du dann jeweils am Schluss der Übung als Link.

Oder gehe auf die Seite "Berufung finden - kostenloser Onlinekurs".

Bitte beachte: Mache Dir zu jeder Übung Notizen! Das wird Dir helfen, einen Gesamtüberblick zu bekommen.


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Hast Du Deine Prioritäten gesetzt?

Wenn ja, dann kann es hier weitergehen!



Du hast also mindestens eine, maximal vier Tätigkeiten ausgesucht, die Dir besonders wichtig sind.
Wenn Du mehr als eine Tätigkeit ausgesucht hast, dann ist dieser Schritt wichtig:
Gib Deinen 2-4 Tätigkeiten wiederum Prioritäten.
Die Methode ist genauso wie im letzten Artikel.
1. Setze die Tätigkeiten in Klammern, die hinten anstehen können.
2. Unterstreiche die Tätigkeiten, die Dir besonders am Herzen liegen.
3. Erstelle dann eine Reihenfolge von "1." bis maximal "4.".
In dieser Reihenfolge wirst Du Deine Tätigkeiten gedanklich - und dann auch praktisch - angehen.

Jetzt blickst Du erstmal nur auf Deine "Nummer 1", also die Tätigkeit, die bei Dir ganz oben rangiert.

Die weitere Vorgehensweise hängt sehr stark davon ab, um was für eine Tätigkeit es sich handelt.
Ich will versuchen, Dir unbekannterweise aus der Ferne etwas Schützenhilfe zu geben.




Ist es eine sehr umfangreiche Tätigkeit?
Wenn ja, dann überlege, wie Du sie in Einzelschritte zerlegen kannst.
Ein Beispiel:
Vielleicht hast Du das Ziel gesetzt, Millionär zu werden.
Abgesehen von der Ausnahme, dass Du demnächst eine stattliche Erbschaft erwartest, wird diese Zielerreichung Jahre und wohl Jahrzehnte dauern.
Also musst Du dieses Ziel in einzelnen Schritten denken.
Das könnte so aussehen:
"In einem Jahr will ich 200,-€ mehr pro Monat verdienen.
In zwei Jahren will ich 800,-€ mehr pro Monat verdienen.
In zehn Jahren will ich 10.000,-€ pro Monat verdienen."

Keine Ahnung, ob man so Millionär werden kann.
Aber was ich sagen will, ist das:
Bei umfangreichen Tätigkeiten kommst Du um Zwischenziele nicht herum.

Sie helfen Dir, die Richtung beizubehalten.

Oder vielleicht willst - um nun etwas nüchterner zu werden - innerhalb eines Jahres 10 Kilogramm abnehmen.
Dann müsstest Du wiederum Zwischenschritte setzen.
Was würde diese Gewichtsreduktion pro Monat bedeuten?
Wieviel Gewicht willst Du in einem halben Jahr abgenommen haben?

Oder Du willst gerne Outdoor-Experte werden.
Was willst Du bis wann dafür getan haben?
Welche Zwischenschritte ergeben sich daraus?
Ein Beispiel:
Du setzt Dir das Ziel, innerhalb von zwei Jahren zum Outdoor-Experten zu werden. Dein jetziger Kenntnisstand ist nahe Null.
Also, setzt Du Dir das Ziel, pro Monat mindestens ein Survival-Buch zu lesen.
Außerdem willst Du pro Jahr dreimal eine kleinere Outdoor-Tour innerhalb Europas machen. Und einmal im Monat willst Du Dein Bücherwissen im heimischen Wald testen.
Schließlich willst Du nach zwei Jahren Deine "Feuertaufe" machen und in einem asiatischen Urwald zwei Wochen unterwegs sein.

Ich hoffe, dass das Prinzip der Zwischenschritte deutlich geworden ist.

Theoretisch formuliert:
1. Formuliere Dein oberstes Ziel:
Bis wann willst Du was genau getan haben oder erleben?
2. Formuliere Zwischenziele:
Bis wann willst Du welche Zwischenetappe geschafft haben?
3. Formuliere Handlungsschritte:
Was musst Du dafür bis wann getan haben?


Solltest Du eine leicht überschaubare "Nummer 1" haben, wird der Prozess entsprechend einfacher, bleibt prinzipiell aber der gleiche.
Vielleicht hast Du den Traum, eines Tages Supermodel zu sein.
Allerdings bist Du schon bei einer Agentur gemeldet, hast schon erste Auftritte gehabt, sogar in New York, und nächste Woche steht die Vertragsverhandlung mit einer Model-Agentur an, die Dich extrem pushen kann.
Dann könntest Du auch die eben genannte Methode anwenden, was ich mit einem Beispiel verdeutlichen will:

1. Oberstes Ziel:
"Ich will Supermodel werden!"
2. Zwischenschritt:
"Ich will nächste Woche von der Supermega-Agentur unter Vertrag genommen werden."
3. Handlungsschritte:
"Dafür sortiere ich heute meine Model-Mappe, lasse mich morgen von einem Anwalt beraten, übe das Gespräch am Donnerstag mit zwei Freunden und gehe am Tag vor der Verhandlung rechtzeitig schlafen. Mit einem Tropfen Baldrian im Blut."


Zuletzt ein wichtiger Tipp für die Zielformulierung:
Je konkreter Du Dein Ziel formulierst, desto besser!
Wenn wir beim Supermodel-Beispiel bleiben, dann würden nämlich diese Fragen entstehen:
- Was bedeutet "Supermodel"?
- Wie sieht der Tag eines Supermodels aus?
- Wieviel Geld willst Du monatlich oder jährlich verdienen?
- Für welche Marken willst Du arbeiten?
- Welche anderen Faktoren gibt es, die ein Supermodel ausmachen?
Diese Fragen würden im Idealfall geklärt werden, damit Du umso konkreter Dein Ziel benennen kannst.
Vielleicht würde das Model ihr Ziel dann so formulieren:
"Ich will ab August 2014 für die Marken S.Oliver und Henckypenky je mindestens zwei Auftritte haben, monatlich 12.000,-€ verdienen und ein Interview in der Vanity Fair bekommen."


Oder um das Abnehm-Beispiel zu nehmen:
"Ich will innerhalb eines Jahres zehn Kilo abnehmen!"
Aber besser wäre das:
"Ich will ab 01.11.2013 bis 01.11.2014 von 90 Kilogramm auf 80 Kilogramm kommen."

Merke Dir das:
Je konkreter Du Dein Ziel formulierst, desto besser wirst Du den Erfolg überprüfen können!


Diese Zielübung hilft Dir, den Kurs beizubehalten.
Sie ist nahezu unentbehrlich, wenn Du Dein Ziel erreichen willst.


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Bildquelle: http://www.sxc.hu/photo/1158790 by svilen001 (lizenzfrei)







Montag, 21. Oktober 2013

Online-Berufungskurs: Deine Prioritäten

Das ist der sechszehnte Teil des kostenlosen Online-Berufungskurses.
Es gibt viele Übungen, die Dir helfen werden, Deinen Lebensweg zu entdecken!
Solltest Du neu in diesen Kurs einsteigen, starte bitte mit dem ersten Teil des Kurses:
Entdecke den eigenen Lebensweg!

Die weiteren Übungen findest Du dann jeweils am Schluss der Übung als Link.

Oder gehe auf die Seite "Berufung finden - kostenloser Onlinekurs".

Bitte beachte: Mache Dir zu jeder Übung Notizen! Das wird Dir helfen, einen Gesamtüberblick zu bekommen.


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Wenn Du alle bisherigen Übungen gemacht hast, um Deine Berufung zu finden, dann müsstest Du nun mehr Klarheit in diesen Bereichen haben:

1. Deine Leidenschaft/en: Welche Tätigkeit/en würdest Du gerne ausüben?
2. Deine Persönlichkeit: Welche Persönlichkeitsaspekte sind bei Dir stärker ausgeprägt?
3. Deine Werte: Welche Werte sind Dir wichtig?

In dieser Übung bitte ich Dich, Deine Prioritäten festzumachen.
Ich will das erklären:
Bei Übungen wie z.B. das Sterbebett entdeckst Du, was für ein Leben Dir erfüllend erscheint. Und dabei können Dir Dutzende von Dingen einfallen!
Das kann alles gut sein und manchmal ist es auch die Kombination mehrerer Dinge, die Dir sinnig vorkommen.

Aber jetzt müssen wir uns Stück für Stück unserem Alltag annähern.
Bisher war mitunter das "Träumen" angesagt. Jetzt wird es mehr um den Wirklichkeitsbezug gehen.
Und deswegen müssen wir Prioritäten setzen.
Denn das ist klar: der Lebensmitteleinkauf muss dennoch erledigt werden; der Arztbesuch steht trotzdem an; die Freunde oder die Familie haben dennoch Ansprüche. All das können und wollen wir nicht wegschieben.
Die Fragen sind also die: Wie können Deine Wünsche in Sachen "Berufung" in Dein Leben eingebunden werden? Wie können Deine Wünsche zur Realität werden?

Selten geht es dann um die radikale Revolution, in der von heute auf morgen alles verändert wird. Meistens geht es um die Strategie der kleinen Schritte.
Es ist wie beim Laufenlernen eines Babys: einen Schritt wagen, wackeln, hinfallen, wieder aufstehen und den nächsten Schritt wagen.

Die Prioritätensetzung wird Dir helfen, Schritt für Schritt zu gehen.
Du sollst Dich auf 3-4 Aktionen konzentrieren - u.U. ist es auch nur eine Aktion - und anfangen etwas zu bewegen.
Das heißt nicht, dass Deine anderen Wünsche irrelevant wären. Sie werden nur auf die hinteren Plätze geschoben, sind dennoch existent und können eines Tages ebenso zur Geltung kommen.

So, und nun zum Setzen der Priorität!





Du hast die Mindmap erstellt?
Du hast vielleicht noch ergänzende Antworten gefunden?
Dann dürftest Du einen guten Überblick haben.

Bedenke: All das, was Du aufgeschrieben hast, ist in Ordnung. Es geht jetzt nicht um "besser" oder "schlechter". Es geht darum, was Du als nächstes tun willst!

Wenn Dein Blick über Deine bisherigen Notizen fliegt, dann stelle Dir dabei diese Frage:
"Welche Tätigkeit passt wohl am besten zu meiner Persönlichkeit und meinen Werten?"

Es ist die Frage nach dem Ideal.
Möglicherweise erreichst Du dieses Ideal nicht, weil Du weißt: Abstriche müssen immer gemacht werden!
Aber vielleicht näherst Du Dich dem Idealzustand sehr nah an!

Bei der Frage "Welche Tätigkeit passt wohl am besten zu meiner Persönlichkeit und meinen Werten?" kann Dir auch die "Negativ-Methode" helfen:
Setze alle Tätigkeiten in Klammern, die Dir eher zweitrangig erscheinen.
Es müssten eine oder mehrere Tätigkeiten übrig bleiben, die Dir besonders nahe am Herzen sind.
Suche Dir von denen mindestens eine und maximal vier Tätigkeiten aus.
Diese Tätigkeiten unterstreichst Du.

Das sind jetzt die Tätigkeiten, auf die Du Dich demnächst besonders konzentrieren solltest.
Wie das geht, wird in den nächsten Lektionen zur Berufungsfindung erarbeitet.


Weiter geht es hier mit der siebzehnten Übung, um Deine Berufung zu finden!

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Bildquelle: http://www.sxc.hu/photo/952879 by rore d